Silikonisation

Die Silikonisation ist eine Spezialbehandlung von Phiolen, Flaschen und Fläschchen, Töpfen und anderen Glasverpackungen. Dieser Prozess verleiht Ihrem Endprodukt einen beträchtlichen Mehrwert. Die Silikonisation bietet zerbrechlichen Molekülen eine zusätzliche Schutzschicht und minimiert ungewünschte Wechselwirkungen zwischen Produkt und Glasverpackung.

Sie verhindert das übermäßige Anhaften von viskosen Flüssigkeiten an der Innenseite der Glasverpackung und fördert den Transparenzgrad. Die hydrophoben Eigenschaften der Silikonschicht erhöhen die Schnelligkeit und den Grad der Restitution um ein Wesentliches, und das bis zum letzten Tropfen. Ihr Vorteil: Ein effizienterer Verbrauch (Kosteneinsparungen/Abfallvermeidung) von Arzneimitteln und eine einfachere Verabreichung.

Aus Kompabilitätstests zwischen der Produktformulierung und der silikonisierten Glasverpackung muss die Möglichkeit einer Silikonisation hervorgehen. Die Beständigkeit der Silikonschicht hängt von der chemischen Struktur sowie der Löslichkeit des pharmazeutischen Arzneimittels ab.

Die Silikonisation von Glasverpackungen erfolgt durch Besprühen der Glasinnenseite mit einer, sämtlichen Arzneimittelbücher entsprechenden wässrigen Emulsion aus Polydimethylsiloxan-Öl. Die Silikonisation selbst erfolgt im Heißendbereich des Glasherstellungsprozesses. Der Silikonfilm wird im Entspannungsbereich, dem Kühlofen, auf das Glas aufgebracht. Silikonisiert werden können alle Glasverpackungen von 5 ml - 1 l, in Klar und Braun und des Typs I, II oder III. Zur Sicherung der Qualität der Schicht müssen die silikonisierten Glasverpackungen trocken und bei gemäßigter Temperatur gelagert werden.
Die Qualitätskontrolle von silikonisierten Glasverpackungen ist sehr genau und erfolgt durch systematisch, während der Herstellung entnommener Proben.

Bei Typ-III-Glas wird nach der Prüfung der Glasoberfläche bei Zimmertemperatur ein Test durchgeführt. Nach einer gleichmäßigen Befeuchtung der Glasverpackungen wird mittels einer synthetischen Lösung aus Kaolin und Glycerin die Reaktionsgeschwindigkeit und Gleichheit der Lösung gemessen.

Die Typen I und II werden einem beschleunigten Alterungstest (Heißverfahren) unterzogen. Die Glasverpackungen werden dann bis zu 1/5 des Inhaltsvermögens mit einer synthetischen Lösung aus Soda und Zitronensäure gefüllt. Anschließend werden die Glasverpackungen verschlossen und für 30 Minuten bei 121 °C in einem Autoklav erhitzt. Nach der Abkühlung wird die Retraktionsqualität der Lösung gemessen.

Quelle: APG Europe GmbH

 

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